Gehaltsverhandlungen für 2018!

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Am 26. September starteten heuer früher als erwartet die Gehaltsverhandlungen für den öffentlichen Dienst!

Beamtenstaatssekretärin Duzdar, die die Verhandlungen von Regierungsseite mit der GÖD führt, erklärte dazu „Ich sehe keinen Grund, die Verhandlungen erst nach der Wahl aufzunehmen”.

FOTO: APA/HERBERT NEUBAUER

Unmittelbar betroffen von dem Ergebnis der Verhandlungen sind ca. 206.000 öffentlich Bedienstete, womit die Kosten für 1% plus bei über € 130 Mio liegen!

Die maßgeblichen Parameter als Ausgangspunkt der Verhandlungen waren wie immer die Inflationsrate (von Oktober 2016 bis September 2017 mit knapp 1,9% anzusetzen) und das Wirtschafswachstum (für 2017 wurden 2,8% festgelegt). Demnach sollte also dieses Mal eigentlich in prozentueller Hinsicht ein „2er“ vor dem Komma stehen.

Aus Sicht der AUF/FEG wäre aber die Forderung nach einem Fixbetrag (eine staffelwirksame und für alle nominell gleiche Erhöhung) zu stellen. Denn vor allem im Bereich der Exekutive, wo das Grundgehalt unter dem Durchschnitt liegt, braucht es dringend eine spürbare Kaufkrafterhöhung.

Beispiel: Eine prozentuelle Erhöhung um 2,2% bringt einem jungen Inspektor nicht einmal € 40.- einem Spitzenbeamten aber über € 200.- pro Monat. Ein Fixbetrag würde allen bei denselben Kosten fürs Budget ein Plus von € 100.- bringen.

Der Ablauf der Verhandlungen!

1. Runde: Die erste Gehaltsrunde brachte wie erwartet keine konkreten Ergebnisse. Man kam überein, dass die Erhöhung mit Jänner 2018 in Kraft treten wird und am 23. Oktober eine weitere Runde stattfinden soll.

2. Runde: Am 23. Oktober einigte man sich dann lediglich auf die Tatsache, dass die maßgebliche Inflationsrate lt. Statistik Austria exakt 1,87% beträgt und fixierte als Termin für die dritte Runde den 7. November.

3. Runde: Am 7. November kam man neuerlich nicht zur Sache. Im Unterschied zu den parallel laufenden Verhandlungen der Metaller, wo nach einer Forderung von 4% immerhin 2,5% geboten wurden, wollte weder die GÖD noch die Regierung eine konkrete Zahl zu ihren Vorstellungen benennen. Fortsetzung soll demnächst folgen.

4. Runde: Am 16. November kam es dann sehr rasch zu einer Einigung: 2,33%. Siehe dazu unseren Beitrag „Gehaltserhöhung 2018: Kuchen verteilt“.

Euer Team der AUF/FEG

Author: AUF OOE FA 2

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