An der Grenze – Lob an Einsatzkräfte

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Am 26. November haben Personalvertreter der AUF (Robert Neuwirth, Harald Spari und Walter Scheuringer) die Kolleginnen und Kollegen im Einsatz an der deutschen Grenze besucht. Bei der Übergabe der mitgebrachten Brote und Getränke hatten wir Gelegenheit uns vor Ort ein Bild über die Situation zu machen.
besuch grenze 2015_11 Da der Flüchtlingsstrom an diesem Tag stark abgeschwächt war, bestand auch ausreichend Gelegenheit in Gesprächen zu erfahren, wo der Schuh drückt. Den aufgezeigten Verbesserungsbedarf werden wir beim Dienstgeber entsprechend einfordern.

Update: Etwa zur Problematik der Heimfahrt im Falle einer eventuellen Übermüdung wurde von der AUF noch am 27.11.2015 ein dringlicher Antrag eingebracht, welcher bereits am 30.11.2015 in Verhandlungen zw. der LPD und dem FA eine Verbesserung brachte: Wer sich nach dem Dienst auf Grund von Übermüdung nicht mehr in der Lage sieht, unmittelbar die Heimfahrt anzutreten, kann sich auf Basis von Plusstunden vor Ort noch ausschlafen!

Positiver Zusatzeffekt: Wer diese „Schlafmöglichkeit“ in Anspruch nimmt und dadurch auf über 29 Stunden kommt, kann auch mehr Reisegebühr verrechnen (4 Drittel). Zusätzlich haben wir einen Antrag auf Abklärung eingebracht, weil unserer Ansicht nach in diesem Fall auch die pauschale Nächtigungsgebühr in Höhe von € 15.- verrechnet werden kann!

Entwaffnende Offenheit eines Kollegen: Auf unsere Aussage, dass uns mittel- bis langfristig ein „Plan B“ zur Bewältigung der Migrationsproblematik besuch grenze 2015fehlt, kam von einem Kollegen folgende Frage: „Was war Plan A?“

Unser Eindruck war insgesamt aber, dass sich die eingesetzten Kräfte den Herausforderungen vor Ort äußerst motiviert gestellt haben und es ihnen tatsächlich gelungen ist, so etwas wie „Alltagsroutine“ in die Bewältigung des gegebenen Massenansturms zu bringen.
Durch professionelles und kompetentes Herangehen an die dortigen Problemstellungen konnten auch gewisse Versäumnisse des Dienstgebers kompensiert werden. Auf kurzem Weg ist es größtenteils gelungen, dringend geforderte Möglichkeiten für soziale Grundbedürfnisse der Bediensteten in Eigenregie und „situationselastisch“ zu organisieren.

Auch die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit freiwilligen Dolmetschern und Helfern sowie dem Bundesheer und dem Roten Kreuz muss hier hervorgehoben werden.

Den Beamten ist abschließend großer Respekt und Dank für ihre tolle Arbeit und die noch immer ungebrochene Leistungsbereitschaft auszusprechen!!

P.S.: Leider war es aus Zeitgründen nicht mehr möglich, auch beim Transitquartier Schärding vorbeizuschauen, was wir so bald als möglich nachholen wollen.

Euer AUF/FEG Team

Author: AUF OOE Polizei

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