Aufnahme- und Ausbildungsoffensive offiziell gestartet!

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Am 16.03.2018 verkündete BM Kickl in Wels offiziell den Start der Aufnahme- und Ausbildungsoffensive für die österreichische Polizei, die in letzter Konsequenz auch 4.100 neue Planstellen bringen wird!

Damit diese Ankündigung – trotz der zahlreichen Pensionsabgänge der kommenden Jahre – aber auch endlich zu einer spürbaren Verstärkung auf den Basisdienststellen führen kann, werden neben der bereits erfolgten Erhöhung des Ausbildungsentgelts und der Schaffung von 2.000 Ausbildungsplanstellen weitere Maßnahmen gesetzt.

  • Intensive Rekrutierungs- und Imagekampagne für die Polizei
  • Sichtbare Tätowierungen werden erlaubt (Erlassänderung in Arbeit)
  • Aufnahmeprozedur wird verkürzt (soll in zwei Monaten abgeschlossen sein)
  • In Wels wird eine zusätzliche Polizeischule errichtet

Sichtlich zufrieden konnte BM Kickl gegenüber der Presse mitteilen, dass diese wohl größte Personaloffensive in der Geschichte der österreichischen Polizei nun auf Grund der erfolgreich geführten Budgetverhandlungen gesichert ist!

Bei der Sicherheit wird in den kommenden Jahren nicht gespart, sondern investiert!

Zu den Details der Maßnahmen:

Allein durch die Lockerung der Richtlinien für Tätowierungen erwarte man sich rund 30 Prozent mehr Bewerber, sagte der oberösterreichische Landespolizeidirektor Andreas Pilsl im Rahmen der Veranstaltung. Natürlich werde dennoch geschaut werden, um welche Tätowierung es sich handelt. Keinesfalls dürfe eine „Zugehörigkeit zu einer verfassungsgefährdenden Gruppe zum Ausdruck gebracht werden“ oder Abbildungen, die das Vertrauen der Allgemeinheit in die Polizei beeinträchtigen, stellte der Innenminister klar. Es werde quasi jedes Tattoo einer Einzelfallprüfung unterzogen, erläuterte Pilsl.

Außerdem soll das System der Aufnahmetests in ein Stufenverfahren abgeändert werden. Nur wenn ein Bewerber eine Stufe schafft, darf er zur nächsten antreten. Damit soll das Aufnahmeverfahren laut Pilsl künftig in zwei Monaten abgeschlossen sein. Drei Tage sind dafür vorgesehen, nach jedem einzelnen Schritt soll der Bewerber informiert werden, ob er bestanden hat. Der erste Schritt ist der schriftliche Aufnahmetest, dieser soll künftig auch am Computer abgehalten werden. Eine Senkung der Qualitätsstandards wird damit nicht einhergehen, betonte Kickl. Ein besonderer Schwerpunkt wird zukünftig auch auf das persönliche Gespräch gelegt.

Auf zahlreichen Großevents werde das Rekrutierungsteam das persönliche Gespräch mit Bewerbern suchen, um diese über die vielfältigen Karrieremöglichkeiten bei der Polizei zu informieren. Polizeisportler haben in der neuen Rekrutierungskampagne eine zentrale Rolle. „Sie genießen breite Anerkennung in der Bevölkerung“, sagte BM Kickl. „Sport und Polizei ist eine Symbiose, man braucht als Wachkörper geistig und körperlich aktive Leute“, sagte LPD Pilsl.

Präsentiert wurden auch die Pläne für das neue Bildungszentrum Wels. Die Etablierung der Polizeischule bezeichnete der Welser Bürgermeister Andreas Rabl (FPÖ) als „sicherheitspolitisches Highlight“. Das nunmehr zwölfte BZS in Österreich soll in der ehemaligen Frauenklinik errichtet werden. Sechs Gebäude sind auf dem 14.700 Quadratmeter großem Areal vorhanden und sollen ab dem Sommer adaptiert werden. Die Kosten dafür werden mit 1,5 Millionen Euro beziffert. In 17 Lehrsälen sollen 425 Polizeischüler von rund 45 Lehrern unterrichtet werden. Die Umbauarbeiten werden voraussichtlich im Frühjahr 2019 fertig sein, damit bereits im Sommer 2019 der Unterricht starten kann.

Euer Team der AUF/FEG

Author: AUF OOE FA 2

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