Dienstführung: Unbezahlte Mehrdienstleistung

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Der Personalstand schmilzt weiter dahin und die viel zu spät gestartete Aufnahmeoffensive wird wohl erst ab 2019 zu einer spürbaren Trendumkehr führen können.
Darüber hinaus führt die verfehlte Personal- und Ausbildungspolitik der letzten Jahre aber auch im Bereich der Dienstführung zu einer immer größer werdenden Personallücke auf den Dienststellen. Die diesbezüglichen Aufgabengebiete müssen somit von den verfügbaren Bediensteten – auch aus dem E2b-Bereich – mit übernommen werden, was neben den Überstünden eine zusätzliche Mehrbelastung (im Sinne einer Mehrdienstleistung) darstellt.

Doch im Unterschied zu den Überstunden wird diese „Mehrdienstleistung“ in sich häufenden Einzelfällen nicht bezahlt!

Der Grund dafür liegt zumeist darin, dass keine offizielle Betrauung vorliegt bzw. diese der Personalabteilung nicht entsprechend bekannt ist.
Die AUF hat daher nun im Fachausschuss einen Antrag eingebracht (ansehen), dass die gegebenen Fehlstände in diesem Zusammenhang (an die 200 allein in OÖ und mehr als 1.000 bundesweit) konkret zu evaluieren sind und eine gebührende Abgeltung für diese Mehrarbeit sicherzustellen ist.
Es gibt in dieser Hinsicht einen gesetzlichen Anspruch auf eine zustehende Funktions- und Verwendungsabgeltung bzw. ab einer dauernden Betrauung, welche nach gängiger Judikatur ab 6 Monaten anzunehmen ist, auf eine Funktions- und Verwendungszulage.

Dieser besoldungsrechtliche Anspruch darf unserer Ansicht nach nicht zusätzlich zum ohnehin fehlenden Personal einem übertriebenen Spareifer zum Opfer fallen!

Euer Team der AUF/FEG

Author: AUF OOE FA 2

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