Gewaltmonopol muss bei Polizei bleiben!

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Alle aktuellen Umfragen bestätigen das große Vertrauen der österreichischen Bevölkerung in die Polizei. Dementsprechende Danksagungen schmeicheln uns natürlich. Stellt sich nur die Frage, warum sich dennoch immer mehr Staatsbürger eine Waffe kaufen. Zu diesem derzeit stattfindenden Ansturm auf Schusswaffen und den damit verbundenen Gefahren für den Rechtsstaat beteiligte sich LPD B.A. M.A. Andreas Pilsl an einer interessanten Diskussion bei „Servus TV“.

Hier die dazugehörige Pressemeldung der LPD OÖ:

„In Österreich kam es in den Monaten von September bis Dezember 2015 zu einem Plus von 1,8 % bei den Registrierungen von Schusswaffen.

Über die Gründe dieser Entwicklung diskutierten ein Waffenkonstrukteur, ein Psychologe und Landespolizeidirektor Andreas Pilsl mit Moderator Helmut Brandstätter bei der Sendung Talk im Hangar-7.
Dabei waren sich alle Diskutanten einig, dass das Gewaltmonopol beim Staat liegt und die Bevölkerung der Polizei in hohem Maße vertraut.
Dennoch herrscht derzeit eine gewisse Verunsicherung in der Gesellschaft, auf die die Polizei reagieren will und muss. Statt Bürgerwehren und „Hilfssheriffs“ wird die Zusammenarbeit mit der Bevölkerung gesucht. Mit Projekten wie „Community Policing“ sollen die Menschen besser informiert und in das polizeiliche Handeln eingebunden werden. Damit könnte auch die unerklärliche Diskrepanz zwischen der zurückgehenden Kriminalstatistik und dem hohen Vertrauen auf der einen und der subjektiven Verunsicherung auf der anderen Seite verringert werden.“

TV-Gesprächsrunde zum Thema „Im Waffenwahn: Müssen wir uns selbst schützen?“ im Internet abrufbar (ansehen).

Unsere Meinung zu dieser bedenklichen Entwicklung: In den letzten Jahren war das BM.I massiv bemüht, das subjektive Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung zu heben. Offenbar ist das nicht gelungen und haben die Menschen den Eindruck, dass objektiv betrachtet die Sicherheit gesunken ist!

Author: AUF OOE Polizei

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