Gehaltserhöhung 2019 beschlossen!

image_pdfimage_print

Endlich ist die Zeit vorbei, wo nur im Sinne der Spitzenbeamten die Gehälter mit einem für alle gleichen Prozentsatz erhöht werden!   Pressedienst ansehen!

2,33% plus € 19,50.- mehr bringt Geringverdienern bis zu 3,5%!

AUF/FEG nicht mittendrin aber doch dabei!

Auch wenn die Vertreter der AUF und FEG (bzw. FGÖ) nicht direkt am Verhandlungstisch saßen, haben wir unsere Standpunkte und unsere Argumente bei Beamtenminister Strache vorgetragen und auch Gehör gefunden.

Gehaltsverhandlungen gestartet ! (ansehen)
AUF/FEG Blitzinfo vom 20.11.2018 (ansehen)
AUF/FEG Blitzinfo vom 22.10.2018   (ansehen)

 

Unsere Positionen bei den Gesprächen:

  1. Nulllohnrunden und Einmalzahlungen (nicht staffelwirksame Abschlagszahlungen) wie in der Vergangenheit (zuletzt 2013) mehrmals der Fall dürfen kein Thema mehr sein.
  2. Ein verspätetes Inkraftreten der Gehaltserhöhung – also nicht bereits mit Jänner des Jahres 2019 – wie dies 2014 und 2015 der Fall war, ist ebenfalls strikt abzulehnen.
  3. Nicht nur die Abgeltung der Teuerung (2,02%) sondern auch ein gerechtfertigter Anteil am Wirtschaftswachstum (3%) ist außer Streit zu stellen.
  4. Durch eine stärkere Anhebung der unteren Gehaltsgruppen ist vor allem für die Basisbediensteten eine ordentliche Kaufkraftstärkung sicherzustellen und zugleich eine Attraktivierung für den öffentlichen Dienst durch die daraus resultierende, überproportionale Anhebung der Einstiegsgehälter zu gewährleisten.

Anmerkung zu Pt. 4: Am fairsten wäre aus unserer Sicht eine Erhöhung der Gehälter um einen für alle gleich hohen Eurobetrag (= Fixbetrag) statt einem für alle gleich hohen Prozentsatz (wie dies vorzugsweise von der GÖD angestrebt wird).

Zum Verlauf der Gespräche/Verhandlungen!

Im Zuge der Gespräche wurde sehr rasch klargestellt, dass unsere ersten drei Positionen vollinhaltlich umgesetzt werden. Einzig bei Punkt 4 sollte sich herausstellen, dass der von uns gewünschte Fixbetrag auf Grund gegebener Widerstände seitens der GÖD schwer bzw. nur bedingt umzusetzen sein wird.
Zur Untermauerung unserer diesbezüglichen Vorstellungen haben wir daher auf das fortschreitende Auseinanderklaffen der Gehaltsschere verwiesen und dies am Beispiel eines E2b der Stufe 7 im Vergleich zu einem A1 Beamten der allgemeinen Verwaltung festgemacht:

In den letzten drei Jahren (2016 bis 2018) ist „dank der Verhandlungserfolge der GÖD“ das Gehalt eines E2b in Stufe 7 insgesamt nur um € 94,7.- gestiegen. Das Gehalt eines A1/7 Beamten der allgemeinen Verwaltung  ist im selben Zeitraum um nahezu das Fünffache davon nämlich € 445,3.- gestiegen.

Der Kompromiss!

Letztlich konnte die GÖD bei den Verhandlungen aber erreichen, dass auch Spitzenbeamte mit einem Gehalt von über € 10.000.- mehr als die Inflationsrate (mindestens 2,51%) erhalten müssen. Somit konnten wir unseren Wunsch nach einem Fixbetrag, der angesichts eines Volumens von 375 Mio Euro für 200.000 Betroffene deutlich mehr als € 100.- betragen hätte, leider nur zu einem kleinen Teil durchsetzen.

Das Ergebnis: Die Gehälter werden per 01.01.2019 um 2,33% plus einem Fixbetrag von € 19,50.- angehoben (bedeutet eine durchschnittliche Erhöhung von 2,76%).

Besonders erfreulich: Für jeden Basispolizisten (selbst einen E2a in der großen DAZ) steigt das Gehalt um mehr als 2,76%!

Vizekanzler im BMfÖDS H.C. Strache

Vizekanzler STRACHE auf Facebook:

„Erfolgreiche Gehaltsverhandlungen im Öffentlichen Dienst wurden gestern positiv abgeschlossen. Ein durchschnittliches Plus von 2,76% (auch bei den Zulagen!) – bei den höchsten Bezügen ein Plus von 2,51% und bei den niedrigeren Bezügen ein Plus von 3,45% und eine soziale Staffelung mit einem zusätzlichen Betrag von 19,50 Euro! Ein Verhandlungsergebnis, welches die Wertschätzung und Anerkennung gegenüber den Beamten im Öffentlichen Dienst widerspiegelt und mit der AUF und FGÖ (Freien Gewerkschaft Österreich) im Vorfeld positiv besprochen und mit der GÖD gestern fixiert wurde!“

 

Gehaltstabellen 2019

Gehaltsentwicklung „Öffentlicher Dienst“ 2009 – 2019

WICHTIG: Damit steigt beispielsweise das Gehalt unseres Fallbeispiels (E2b Stufe 7) allein im Jahr 2019 um mehr als 3% bzw. um € 65,80.- (das Doppelte vom Durchschnitt der letzten drei Jahre). Das Gehalt von Polizeibediensteten in der Grundausbildung steigt sogar um über 3,5%!

Fazit: Es ist uns gelungen, eine etwas gerechtere Verteilung des Kuchens zu erreichen und wir werden weiter darum kämpfen, dass in Zukunft die Komponente „Fixbetrag“ noch mehr Berücksichtigung findet. Bundesaussendung ansehen!

Euer Team der AUF/FEG

Author: AUF OOE FA 2

Share This Post On