Gehaltsverhandlungen gestartet!

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Dieselbe Prozedur wie jedes Jahr!

Wie jedes Jahr haben nun die ersten Gespräche zwischen Interessensvertretern der Beamtenschaft und jenen auf Regierungsseite stattgefunden.

Und wie jedes Jahr wird man anfangs keine Zahlen nennen sondern sich lediglich einmal auf die maßgebliche Inflationsrate und das gegebene Wirtschaftswachstum einigen.

Schließlich wird nach ein paar (Gehalts)Runden mehr oder weniger fristgerecht eine Einigung zu erzielen sein, mit der beide Seiten – um im Jargon der Chefverhandler zu bleiben – gerade noch leben können.

Was ist für heuer zu erwarten?

Die maßgebliche Inflationsrate steht bereits fest und liegt ziemlich exakt bei 2%. Darüber hinaus hat sich Vizekanzler H.C. Strache als zuständiger Minister für den öffentlichen Dienst bereits zu einer wertschätzenden Gehaltsanpassung bekannt, was Insider dazu veranlasst, mit einer „spürbar“ darüber liegenden Erhöhung zu spekulieren.

Entscheidend werden aber besonders zwei Dinge sein:

1. Wie groß ist der Kuchen, den letztlich der Finanzminister zur Verfügung stellt?

2. Wie wird dieser Kuchen auf die ca. 200.000 Betroffenen verteilt?

Wofür steht die AUF/FEG?

Die AUF/FEG hat immer betont, dass ihr eine gerechte Verteilung des Geldes eine Herzensangelegenheit ist. Das bedeutet für uns, dass vor allem die sogenannten „kleinen“ Beamten nicht andauernd durch eine rein prozentuelle Erhöhung benachteiligt werden sollten.

Dazu ein Beispiel:

Das Gehalt eines E2b der Gehaltsstufe 7 wurde in den letzten drei Jahren insgesamt um lediglich € 94,7.- brutto angehoben. Im Vergleich dazu wurde das Gehalt eines E1 FGr. 12/2 um mehr als das Vierfache, exakt um € 445,3.-, angehoben.

Für uns ist daher klar, dass diese merkwürdige Verteilungsgerechtigkeit a la GÖD und ihrer Chefverhandler dem öffentlichen Dienst letztlich schadet, weil so vor allem die Einstiegsgehälter nicht mehr mit jenen in der Privatwirtschaft Schritt halten können. Dass wir heute in vielen Bereichen und insbesondere bei der Exekutive große Nachwuchsprobleme haben, ist daher aus unserer Sicht auch dieser immer weiter auseinandergehenden Gehaltsschere geschuldet. Sie mag ja für zufriedene Spitzenbeamte sorgen, bietet aber einer qualifizierten Arbeitskraft wohl kaum einen großen Anreiz, sich für den Beruf „Polizist“ zu entscheiden.

Wir haben daher Vizekanzler Strache in einem ersten Gespräch am 16.10.2018 auf diesen Umstand aufmerksam gemacht und haben nun die berechtigte Hoffnung, dass in weiteren Gesprächen eine faire und gerechte Verteilung des Kuchens erreicht werden kann.

Die Chef-Verhandler der GÖD dürfen wir bei dieser Gelegenheit ersuchen, einmal mit ihren Basisfunktionären zu sprechen und ihren Widerstand gegen einen Fixbetrag (jeder bekommt denselben Eurobetrag mehr) oder zumindest eine soziale Staffelung aufzugeben!

Das meint jedenfalls euer Team der AUF/FEG

Author: AUF OOE FA 2

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