Gewerkschaftliche Macht-Demonstration!

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GÖD bei Demo gegen 12 Stunden Tag mit dabei!

Am 30. Juni demonstrierte der angeblich überparteiliche ÖGB gegen den 12-Stunden Tag und „durfte“ da offenbar auch die Gewerkschaft öffentlicher Dienst als eine der stärksten Teilgewerkschaften des ÖGB nicht fehlen.
Bei seiner Rede war es GÖD-Präsident Dr. Schnedl jedoch sichtlich anzumerken, dass er mit der geradezu hysterisch geführten Debatte um den 12-Stunden Tag eigentlich wenig Freude hat. So musste er auch kleinlaut zugeben, dass ihm das Unverständnis der öffentlich Bediensteten zu dieser Demonstration durchaus bewusst sei, zumal 12-stündige Dienste für die Beamtenschaft eine Normalität seien. Im öffentlichen Dienst, so Schnedl, sei aber im Unterschied zur Privatwirtschaft dank der GÖD und gesetzlicher Schutzbestimmungen sichergestellt, dass es diesbezüglich zu keinen Nachteilen komme.

Macht-Demonstration der GÖD (Bildquelle Twitter)

Sehr geehrter Herr Dr. Schnedl!
Wissen sie eigentlich wie die Arbeitsrealität in vielen Bereichen im öffentlichen Dienst und insbesondere bei der Polizei aussieht?
Während sie gegen 12-stündige Arbeitszeiten in der Privatwirtschaft demonstrieren, verrichten wir in der Exekutive 24-stündige Dienste ohne jedweden Überstundenzuschlag!

Warum ist die GÖD bzw. der ÖGB nicht schon früher unter den Vorgängerregierungen mit einem roten Bundeskanzler auf die Straße gegangen, um gerechtfertigte Verbesserungen für alle „gemeinsam“ zu erreichen?

Die Antwort kann nur lauten, dass es dem Österreichischen Gewerkschaftsbund samt einer bedingungslos solidarischen GÖD (Motto: Nur gemeinsam sind wir stark) in Wahrheit gar nicht um die Arbeitnehmer geht. Vor allem die Interessen der Exekutivbediensteten dürften der GÖD offenbar kein ernstes Anliegen sein. Darüber können auch niveaulose Kampfparolen nicht hinwegtäuschen.

Die Qualität der Forderungen ließ zu wünschen übrig (Bildquelle Oe24)

Die AUF/FEG gibt sich jedenfalls für eine derartige Inszenierung, wo offensichtlich parteipolitische Interessen über Arbeitnehmerinteressen gestellt werden, nicht her. Dieses Schauspiel ist in Wahrheit eine TraGÖDie, bei der die oftmals weit über 12 Stunden Dienst versehende PolizistInnen, welche für die Sicherung dieser Macht-Demonstration eingesetzt waren, regelrecht verhöhnt wurden.

Das meint jedenfalls euer Team der AUF/FEG!

Übrigens: Wenn du der Meinung bist, dass die GÖD deine Interessen nicht wirklich vertritt und du eine eigenständige Vertretung für die Exekutive unterstützen möchtest, dann klicke hier: FEG statt GÖD

Author: AUF OOE FA 2

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