Hat denn der Wahlkampf schon begonnen?

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Echte Interessensvertretung oder „verfrühter“ Wahlkampfstart!

Natürlich stehen die einzelnen Fraktionen der Personalvertretung (FCG, FSG und AUF) untereinander im Wettbewerb und das ist auch grundsätzlich gut so. Manche wahlkampftypischen Usancen sind aber wahrlich entbehrlich und sollten der Kollegenschaft zeitlich nur sehr begrenzt oder besser gar nicht zugemutet werden. Doch dieses Mal scheint der Wahlkampf samt zweifelhafter Methoden zum Stimmenfang sogar noch früher als gewohnt – nämlich schon gut eineinhalb Jahre vor den Personalvertretungswahlen – begonnen zu haben.

Dies macht sich aktuell insbesondere auch im Verhalten unserer Mitbewerber in manchen Gremien der Personalvertretung bemerkbar.

Beispiel: E2a-Kursplätze!

Schritt 1: Man verbreite Gerüchte, um die Kollegenschaft zu verunsichern:

„Die Behauptung der AUF, dass es 100 zusätzliche Kursplätze für 2018 gibt, sei gelogen. Für OÖ soll es auch nicht die kolportierten 66 Kursplätze geben sondern nur 54.“

Schritt 2: Nachdem sich die Gerüchte als falsch erwiesen haben, werden die Verbesserungen schlecht geredet, um das eigene Versagen zu kaschieren:

„500 Kursplätze sind kein Erfolg der AUF, weil man 550 braucht. Auch die 66 Plätze sind zu wenig, weil OÖ 80 Plätze zustehen würden.“

Die Wahrheit:

1. Die AUF konnte trotz schwieriger Umstände (die BZS sind auf Grund der endlich gestarteten Aufnahmeoffensive praktisch ausgelastet) eine Steigerung um 25% (von 400 auf 500 Plätze) durchsetzen.

2.. OÖ hat in den letzten Jahren kaum mehr als 30 Kursplätze bekommen  (Ausnahme 2017 mit 40) und erhält nun im Vergleich zum Durchschnitt der letzten Jahre mehr als das Doppelte – nämlich 66 Kursplätze!

Falsches Spiel auf dem Rücken der Bediensteten!

Tatsache ist somit, dass unsere nervösen Mitbewerber diese Verbesserungen für die Kollegenschaft scheinbar nicht wollen und darauf mit Verunsicherungs – und Verzögerungstaktik reagieren.

Dazu ändert man auch gerne seine Meinung und vertritt plötzlich die Ansicht, dass Wien – trotz bundesweiter Aufstockung der Kursplätze – deutlich weniger Plätze als vorher erhalten soll. Dass man all die Jahre betont hat, wie wichtig hier auf Grund der starken Abwanderungstendenzen aus Wien ein größeres Plus ist, scheint in einer dem erlittenen Machtverlust geschuldeten Vergesslichkeit begründet.

Und wenn man schließlich gar nichts mehr zu meckern findet, fordert man halt zu guter letzt einfach noch mehr Kursplätze.

Dabei scheint es den Akteuren völlig egal, ob es die erforderlichen Kapazitäten dafür gibt, ob diese Forderung überhaupt Aussicht auf Erfolg hat und ob das wirklich im Interesse der Kollegenschaft liegt. Spielchen auf dem Rücken der Kollegenschaft, die nur der Verunsicherung dienen, sind jedenfalls nicht Aufgabe einer Interessensvertretung!

 

Uns nun angesichts der eigenen Versäumnisse vorzuwerfen, dass wir mehr erreichen hätten müssen, ist schon purer Zynismus. Klar ist, dass man selbst über eineinhalb Jahrzehnte die fatalen Fehlentwicklungen mitgetragen hat und somit mitverantworten muss. Der AUF/FEG und dem jetzt FPÖ-geführten Ministerium vorzuwerfen, dass sie die geerbten Probleme und Baustellen nicht binnen weniger Monate lösen können, ist daher wohl eher als Verzweiflungsakt zu werten.

So gesehen haben wir wohl einen langen und nicht allzu harmonischen Wahlkampf vor uns. Ob dies der Reputation der Personalvertretung insgesamt förderlich ist, wagen wir zu bezweifeln!

Euer Team der AUF/FEG!

Author: AUF OOE FA 2

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