Kranke(n)Kassen – Volle Kassen!

image_pdfimage_print

Enorme Rücklagen bei der BVA im Fokus!

Im Zuge der Diskussionen rund um die nun beschlossene Reform der Sozialversicherungsträger (aus 21 Kassen werden 5) gab es erwartungsgemäß wieder Begehrlichkeiten, die Rücklagen der finanziell gut aufgestellten Kassen für die Sanierung der finanziell kränkelnden Kassen zugänglich zu machen. Vor allem die BVA (Beamtenversicherungsanstalt) steht hier auf Grund ihrer enormen Rücklagen immer wieder im Fokus möglicher „Umverteilungspläne“ im Namen der Gerechtigkeit (siehe Grafik).

Grafik: krone.at

Man beachte: Nach der nun beschlossenen Fusion der BVA mit der VAEB (Eisenbahn und Bergbau) wird unsere Versicherungsanstalt über Rücklagen in der Höhe von sage und schreibe 1 Milliarde Euro verfügen!

Diese Begehrlichkeiten werden also größer werden und wurde ja bekanntlich im Rahmen des Sparpakets 2012 beschlossen 315 Mio Euro – von unseren Versicherungsbeiträgen – zur Budgetsanierung abzuschöpfen. Die GÖD, von welcher die BVA in Selbstverwaltung geführt wird, hat dies leider zugelassen. Der damalige Chef der GÖD Herr Neugebauer (zugleich Präsident der BVA mit einer stattlichen und steuerlich begünstigten Funktionsgebühr von mehr als € 40.000.- im Jahr) hatte offenbar kein großes Problem damit, dass Krankenversicherungsbeiträge für die Gesundung des Budgets und nicht für die der Versicherten herhalten mussten.

Tatsache ist somit, dass uns die schwarzen und roten Gewerkschaftsfunktionäre in der BVA mit ihrer „Rücklagenphilosophie“ einen Bärendienst erweisen:

1. Mögliche Verbesserungen bei den Leistungen werden nicht umgesetzt, weil man lieber zig Millionen hortet!
2. Diese vorwiegend von unserem Geld gespeisten Rücklagen landen letztlich nicht dort, wo sie hingehören!

Leistungverbesserungen sind finanzierbar und gerade für die Polizei dringend erforderlich!

Für uns ist es daher völlig unverständlich, warum sich die BVA diesbezüglich nicht längst an den für gewisse Landes- und Gemeindebedienstete zuständigen Krankenfürsorgeanstalten (KFAs) orientiert.
Auch diese verfügen auf Grund ihrer Klientel – Beamte haben bekanntlich ein stabiles Einkommen und sind unter den Beitragszahlern keine Arbeitslosen oder Geringverdiener – entsprechende finanzielle Mittel, die sie aber im Unterschied zur BVA großzügig in Form adäquater Leistungen an die Versicherten weitergeben. Dazu einige Beispiele:

Zahnkronen: Während die KFA eine Zuzahlung von bis zu € 730.- gewährt, liegt hier bei der BVA die Grenze bei € 450.-!

Zahnimplantate: Während die KFA hier bis zu € 2.189.- bezahlt, zieht die BVA schon bei € 700.- die Grenze!

Impfungen: Die KFA bezuschusst diese mit 19,35. Die BVA lediglich mit € 16.-!

Heilmassagen: Während die KFA hier bis zu € 380.- zuschießt, bekommen wir von der BVA nur € 2.- pro Massage retourniert!

Psychotherapie: Für eine Behandlung erhält man von der BVA € 40.- und von den KFAs bekommt man satte € 65.-!

Daran sieht man deutlich, was möglich und gerade für den Bereich der Exekutive, wo Schichtdienst und Außendienst eine entsprechende Gesundheitsgefährdung und leider oft auch -schädigung mit sich bringen, absolut berechtigt wäre!

Daher unsere Forderung an die Funktionäre der FCG und FSG in den Gremien der BVA:

Hört endlich auf, mit Beitragsgeldern hunderte Millionen Euro anzuhäufen, die letztlich nie bei uns Versicherten landen und nehmt dieses Geld für spürbare und speziell für den Bereich der Polizei auch gerechtfertigte Leistungsverbesserungen in Anlehnung an die Leistungen in den KFAs!

Zusatz: Diese Forderung ist leicht finanzierbar, ohne dass auch nur einem Funktionär seine Funktionsgebühr, Reisegebühr oder das Sitzungsgeld gekürzt werden müsste.

Euer Team der AUF/FEG

 

Quelle Beitragsfoto: bva.at

Author: AUF OOE FA 2

Share This Post On