Krankjammern oder Krankarbeiten?

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Allzu gerne wird der AUF (zugegebenermaßen auch von Kollegen) vorgeworfen, dass sie nur jammern kann und alles schlechtredet, um sich zu profilieren. Gerade zu unseren Aussendungen in der aktuellen Arbeitszeitdebatte gab es jetzt wieder viele „hitzige“ Rückmeldungen, die nicht immer positiv waren.
Natürlich ist uns klar, dass dieses Thema zwei Seiten hat und ein gewisser Teil der Kollegenschaft hier eine andere Meinung vertritt als wir. Immer mehr Kolleginnen und Kollegen erzählen uns aber von gesundheitlichen Problemen und negativen Auswirkungen (Schlafstörungen uäm.) nach langen Diensten, die weit über die tägliche Normalarbeitszeit hinausgehen.

Wir sind daher davon überzeugt, dass unser kritischer Zugang zu der Problematik überlanger Arbeitszeiten ohne Ruhephasen richtig ist und wir hier nicht schweigen dürfen sondern handeln müssen.

Auch aktuelle Studien bestätigen unsere Position (sinngemäßer Auszug):
Gesundheitliche Auswirkungen von überlangen Arbeitszeiten und der signifikante Anstieg des relativen Unfallrisikos sind erwiesen. Insbesondere Beschwerden wie Rückenschmerzen, Schlafstörungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfallrisiko aber auch psychische Beeinträchtigungen nehmen signifikant mit der Arbeitsdauer zu.

Fazit: Schichtarbeit mit exekutivdienstspezifischen Belastungen stellt an sich schon eine enorme – unvermeidbare – Belastung für die Gesundheit dar. In Verbindung mit überlangen Arbeitszeiten bzw. einer Vielzahl von Überstunden ist dies aber geradezu ein Selbstmord auf Raten!

Details dazu:
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lange arbeitszeit erhöht infarktrisiko
nachtschichten erhöhen sterberisiko

Author: AUF OOE Polizei

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