Pension: 97er Deckel fällt 2020!

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Durchrechnungsdeckelung verhindert (noch) massive Pensionsverluste!

Im Zuge der bereits in den 90iger Jahren gestarteten Pensionsreformen wurde zur Milderung der damit zusammenhängenden Durchrechnungsverluste eine Deckelung beschlossen. Diese Deckelung wird nach ihrem Entstehungsjahr 97er Deckel genannt und ist in § 94 Pensionsgesetz 1956 (PG) (ansehen) festgeschrieben.

Seit Einsetzen der Durchrechnung (2003) verhindert demnach eine komplexe Formelberechnung an Hand von jährlich zu valorisierenden Beträgen, dass die Verluste aus dem massiv steigenden Durchrechnungszeitraum einen gewissen Prozentsatz übersteigen.

So hat etwa ein E2b in der großen DAZ trotz eines mittlerweile auf 21 Jahre gestiegenen Durchrechnungszeitraums aktuell nur knapp 6% Verlust (neben allfälligen Abschlägen als Schwerarbeiter). Ohne den 97er Deckel müsste er mit ca. doppelt so hohen Durchrechnungsverlusten rechnen.

GÖD Chefverhandler haben (wissentlich?) versagt!

Doch leider haben die Chefverhandler der GÖD, die sich mittlerweile mit noch wahren Spitzenpensionen im „wohlverdienten“ Ruhestand befinden, zugelassen, dass dieser Deckel mit 01.01.2020 für alle nach dem November 1959 Geborenen entfällt (nur für Ältere bleibt er noch 5 Jahre länger in Kraft).

Dieser Entfall wurde in § 109 Abs. 25 PG festgeschrieben (ansehen) und führt in der Folge dazu, dass etwa ein Beamter des Jahrgangs 1960, der 2020 in Pension geht, die vollen Verluste aus der Durchrechnung von 296 Beitragsgrundlagen (24 Jahre und 8 Monate!) „ungedeckelt“ hinnehmen muss.

Wichtig: Wie hoch der prozentuelle Verlust für die Jahrgänge ab 1960 dann sein wird, lässt sich heute noch gar nicht richtig abschätzen. Prognoserechnungen gehen aber davon aus, dass er je nach Karriereverlauf und Antrittsdatum in etwa zwischen 15% und 20% liegen wird.

Nachverhandlungen sind erforderlich!

Für die AUF/FEG ist somit klar, dass dieser VerhandlungMISSerfolg der GÖD dringend korrigiert werden muss und vor allem für die Exekutive – als Niedrigpensionsbezieher im öffentlichen Dienst – entsprechende Sonderregelungen greifen müssen. So sollte etwa bei der Nebengebührenzulage (bei dieser ist der Entfall der ungerechten 20%-Deckelung leider nicht vorgesehen) „Beitragsgerechtigkeit“ hergestellt werden.

Euer Team der AUF/FEG

 

Author: AUF OOE FA 2

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