POLIZEI: Ein sicherer Job?

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Sicherer Job – von wegen!

Es ist noch gar nicht allzu lange her, da überlegte eine rotschwarze Regierung allen Ernstes eine sogenannte „Job-Sicherheitsabgabe“ für Beamte einzuführen. Kolportiert wurde damals eine 3%ige Steuer vom Gehalt und begründete man dieses Vorhaben mit dem Umstand, dass man als Beamter ja praktisch kaum seinen Job verlieren könne (?).
Wie sicher oder vielmehr unsicher aber gerade der Beruf des Polizeibeamten ist, ist in Wahrheit durch die Tatsache belegt, dass wir de facto bei jeder Amtshandlung buchstäblich „ALLES“ verlieren können.
Und wir reden hier von unserem Job als Existenzgrundlage, unserer Gesundheit und letztlich auch unserem Leben!

Mangelnder Respekt vor und die steigende Gewaltbereitschaft gegenüber der Polizei gepaart mit fehlender Unterstützung etwa durch die Gerichte (wo manchmal sogar regelrecht der Eindruck von Polizeibashing vermittelt wird) führen immer öfter dazu, dass Kolleginnen und Kollegen entweder im Krankenhaus oder vor Gericht landen – und das leider sehr oft unverschuldet. Dass diese Betroffenen dann in der Folge oftmals nicht mehr Exekutivdienst verrichten können/wollen/dürfen, belegen die alarmierenden Zahlen über steigende Exekutivdienstunfähigkeit, Dauerkrankenstände und freiwillige Austritte.

Die Fakten sprechen für sich!

Wie wir etwa erst kürzlich berichtet haben, stieg beispielsweise die Zahl der durch Fremdeinwirkung verletzten PolizistInnen in den letzten 5 Jahren um 22% auf 1.099 im Jahr 2017.
Aber auch der Umstand, dass gewisse Kreise in unserer Gesellschaft mit aller Macht versuchen, Polizeiarbeit zu diffamieren und manche Vertreter der Justiz offenbar nichts Besseres zu tun haben, als dieser Hetze gegen uns Vorschub zu leisten, wird durch immer mehr Einzelfälle belegt. Beispielhaft sei hier etwa der Fall von zwei Polizisten aus Leoben erwähnt, die seit mehreren Monaten suspendiert sind und nun unter Anklage gestellt wurden, weil man offenbar einer mehrfach vorbestraften Alkoholisierten, die eine Amtshandlung behinderte, mehr Glauben schenkt als den Kollegen. Siehe dazu diesen aktuellen Artikel in der Krone:
Kroneartikel

So kann es nicht weitergehen!

Gottseidank scheint man nun endlich erkannt zu haben, dass diese Entwicklung nicht nur gestoppt sondern umgekehrt werden muss. Durch entsprechende Gesetzesänderungen (vom Dienstrecht bis hin zum Strafrecht) ist man jetzt lobenswerter Weise bestrebt, einerseits die „Beschützer“ selbst besser zu schützen und andererseits auch die Polizeiarbeit an sich wieder aufzuwerten. Indem etwa Attacken gegen die Polizei oder auch nur die Behinderung von Einsatzkräften strenger geahndet werden sollen, setzt der Dienstgeber hier ein klares Zeichen.

Mehr Sicherheit auch für uns!

Wir freuen uns über diese positiven Bestrebungen und raten aber zusätzlich zu einer entsprechenden Absicherung gegen verschiedene Gefahren, die unser Job zwangsläufig mit sich bringt.
Wichtig ist hier vor allem ein ordentlicher Rechtsschutz, wie er durch die Mitgliedschaft zu einer Gewerkschaft gegeben ist. Der speziell auf die Bedürfnisse der Exekutive abgestimmte Rechtsschutz der Freien Exekutivgewerkschaft (FEG), ist hier besonders hervor zu heben:
FEG-Mitgliedschaft
Darüber hinaus solltet ihr aber auch weitere Vorkehrungen überlegen, die durch spezielle Versicherungspakete im Hinblick auf die Eigenart des Polizeiberufs getroffen werden können:
Absicherung durch Versicherung

Euer Team der AUF/FEG

 

Author: AUF OOE FA 2

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