POLIZEI – Gefahr als ständiger Begleiter

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Wie eine von der AUF/FEG initiierte parlamentarische Anfrage (ansehen) ergeben hat, gab es bis Ende September 2016 so viele verletzte KollegInnen wie noch nie (Beantwortung ansehen). Die diesbezüglichen Zahlen mit mehr als 1.700 verletzten Bediensteten (davon gut die Hälfte durch Fremdeinwirkung) und leider auch zwei Todesfällen verdeutlichen auf dramatische Weise die steigende Gefährlichkeit unseres Berufs. Somit dürfte auch der Jahreswert für das gesamte Jahr 2016 eine traurige Rekordmarke – vermutlich ca. 2.300 –  erreicht haben.

Wie gefährlich unser Beruf ist und dass unser Gegenüber immer öfter – auch bei an sich harmlosen Amtshandlungen – nicht vor Gewalt zurückschreckt,  dürfte man endlich auch in der Regierung erkannt haben. So ist laut vorliegender Strafrechtsnovelle geplant, die Strafdrohungen für Übergriffe gegen Beamte nun deutlich anzuheben.

Aus unserer Sicht bräuchte es jedoch ein Bündel an Maßnahmen, um dieser traurigen Entwicklung Rechnung zu tragen wie z.B.:

Ausschöpfen der Strafdrohungen durch die Justiz  (Was hilft ein hoher Strafrahmen, wenn er nicht genutzt wird)

Rechtsschutz für die Bediensteten durch den Dienstgeber (Für Bedienstete, die im Dienst ihre Gesundheit opfern, ist ein dienstlicher Rechtsschutz einzufordern)

Fortzahlung leistungsabhängiger Zulagen (Ein ermittelter Durchschnittswert hat hier bei längerer Krankheit allfällige Einkommenseinbußen abzufedern)

Bestmögliche Schutzausrüstung (Moderne und leicht tragbare Schutzwesten sind längst überfällig)

Adaptierung der Gefahrenzulage (Ein diesbezüglicher Antrag der AUF/FEG wurde leider kürzlich von der Dienstbehörde (ansehen) abgeschmettert)

etc…

Euer Team der AUF/FEG

Author: AUF OOE Polizei

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