POLIZEI – Traumjob oder Alptraum?

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Viele von uns haben den Polizeiberuf gewählt, weil es schon ein Kindheitstraum war, einmal in Uniform für Recht und Ordnung zu sorgen. Polizist oder Polizistin zu sein, ist ja auch kein normaler Beruf sondern eine Berufung, der man sich ein Leben lang verbunden fühlt bzw. fühlen sollte.

Doch dieses Klischee passt nun gar nicht mehr so recht in die aktuelle Statistik über die freiwilligen Austritte in der oberösterreichischen Exekutive.

Während im Jahr 2013 nur 3 fertige Exekutivbeamte freiwillig ausgetreten sind, waren es im Vorjahr bereits 5. Besonders alarmierend ist aber, dass es heuer allein bis September schon 9 Beamte sind, die den Dienst quittiert haben. Interessant ist, dass es sich dabei praktisch ausschließlich um eingeteilte Beamte handelt.

Besonders bemerkenswert finden wir aber folgenden Umstand: Im Unterschied zu den Vorjahren, wo kein einziger „Gruppeninspektor“ unter den Ausgetretenen war, sind es 2015 nun plötzlich 6 Beamte also zwei Drittel!

Hier kann daher unserer Meinung nach nicht davon die Rede sein, dass jemand bemerkt hat, den falschen Beruf ergriffen zu haben. Wir schließen daraus vielmehr, dass die zahlreichen Reformen der letzten Jahre, der steigende Leistungsdruck und die geänderten (zumeist wohl schlechter gewordenen) Arbeitsbedingungen dazu geführt haben, dass sich erfahrene und altgediente Kollegen gezwungen sahen, das Handtuch zu werfen.

Es ist jetzt wohl höchst an der Zeit, dass die hochrangigen Experten und eifrigen Reformer in unseren Kreisen endlich erkennen, dass auch eingeteilte Polizisten nicht willenlose Befehlsempfänger sind, die man nach Belieben auspressen kann. Denn sonst wird wohl für jeden irgendwann einmal sein Traumjob zum Alptraum.

Euer AUF/FEG Team!

Author: AUF OOE Polizei

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