Polizeidienst und Familie

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NEIN zur Herabsetzung der Dienstzeit – DER DIENST GEHT VOR!

Immer wieder hören wir, wie wichtig unserem Dienstgeber doch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sei und dass der öffentliche Dienst hier Vorreiter ja geradezu ein Musterbeispiel für einen familienfreundlichen Arbeitgeber ist.  Vom Babymonat bis zum Karenzpool seien demnach alle möglichen Schritte gesetzt worden, um für Polizistinnen und Polizisten die Betreuung ihrer Kinder im wünschenswerten Ausmaß sicherzustellen.

Man darf also rundum stolz und zufrieden sein und die Unkenrufe mancher Personalvertreter sind demnach nur Panikmache – MITNICHTEN!

Diese politische Schönfärberei steht nämlich in völligem Widerspruch zur gegebenen Realität im Polizeibereich. Dies bestätigen uns nicht nur oft ratlose Mütter, die angesichts der Schulpflicht ihrer Kinder wieder „Vollzeit“ (samt Journaldienst und Überstunden) gehen müssen, sondern auch entsprechende Gerichtsurteile.

Ein aktuelles Urteil des Bundesverwaltungsgerichts, welches der Mutter von zwei minderjährigen Kindern, die Herabsetzung ihrer Wochendienstzeit für die notwendige Betreuungstätigkeit verwehrt, liefert den Beweis für die gelebte Doppelmoral in dieser Sache. Quintessenz der Aussagen des Dienstgebers und der Gerichte, die unter dem voranstehenden Link nachzulesen sind: „DER DIENST GEHT VOR“.

Unsere Meinung dazu: Wenn man aktuell die staatliche Unterstützung für „unbetreute Minderjährige“, die aus der ganzen Welt zu uns kommen (Artikel Volksblatt), großzügig erhöht (von täglich 77,- auf 95,-), sollte man auch für „unbetreute Minderjährige“ aus dem eigenen Land ein Mindestmaß an sozialer Verantwortung und humaner Gesinnung zeigen.

Die AUF/FEG fordert daher seit vielen Jahren eine „echten“ Karenzpool, der für karenzierte Bedienstete und Teilzeitbedienstete einen entsprechenden Ersatz sicherstellt!

Author: AUF OOE Polizei

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