Überstundenbelastung: Kein Problem!?

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ERSCHRECKENDE IGNORANZ IM BM.I!                                              

Von den ca. 6,5 Mio (!) Überstunden im Jahr sind über 80% dem prekären Personalstand geschuldet. Mangels dienstrechtlicher Ausnahmeregelung werden somit auch gesundheitlich angeschlagene Bedienstete immer öfter zu Überstunden verpflichtet. Die Folgen von Schwerarbeit im Schichtdienst im Zusammenwirken mit massiver Überstundenbelastung sind in solchen Fällen unausweichlich: Schwerwiegende und chronische Erkrankungen, die oftmals in Langzeitkrankenständen und Frühpensionierungen münden!

Doch das BM.I sieht kein Problem. Ein entsprechender Antrag der AUF im Fachausschuss betreffend DiMa-Änderung (Möglichkeit der Entbindung von Mehrdienstleistungen – MDL – bei gesundheitlichen Problemen) wird als nicht notwendig abgetan. Konkret wird festgestellt, dass es diesbezüglich eigentlich keine Probleme gäbe und überdies die Möglichkeit einer Verwendungsänderung besteht, wenn die Exekutivdienstfähigkeit in Frage zu stellen ist.

Zitat aus dem Schreiben (auszugsweise):

„Die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigen, dass die Dienstplanerstellung und MDL-Anordnungen innerhalb der jeweiligen Organisationseinheiten grundsätzlich immer in Abstimmung mit den betreffenden Bediensteten vorgenommen werden… Seitens der Vorgesetzten bzw. Dienstplaner werden Wünsche bzw. Ersuchen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach Abwägung der dienstlichen Notwendigkeit meist genehmigt bzw. wunschgemäß umgesetzt und geplant.“

Wir halten dazu fest:

Die Überstundenbelastung steigt von Jahr zu Jahr und müssen immer weniger Bedienstete immer mehr MDL erbringen. Gleichzeitig wird die dienstliche Beanspruchung durch gefahrengeneigte und gesundheitsbeeinträchtigende Amtshandlungen größer.

Tatsache ist somit, dass viele – gesundheitlich angeschlagene – Bedienstete keine Überstunden mehr machen wollen, diese aber machen müssen!

In dieser Situation den Kopf in den Sand zu stecken, grenzt an einen personalpolitischen Amoklauf. Wir werden daher weiter auf eine entsprechende DiMa-Änderung drängen und gehen davon aus, dass dieser Realitätsverweigerung im BM.I eine späte Einsicht folgen wird. Leider werden bis dahin zahlreiche KollegInnen gesundheitlichen Schaden in Kauf nehmen müssen oder sich um eine „gänzlich“ andere Verwendung umschauen!

Antrag der AUF: Antrag – Entbindung von Mehrdienstleistung 2017_3

Antwortschreiben BM.I: FA-OÖ-MDL-Gesundheit

Euer Team der AUF/FEG

 

Author: AUF OOE FA 2

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