BESOLDUNGSREFORM: Wahrungszulage nach Gehaltserhöhung?

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Mit dem Jännergehalt hat sich auch die Höhe der „Wahrungszulage“ gem. § 169c GehG geändert. Wir erhalten deswegen nun viele Anfragen von Betroffenen, die der Ansicht sind, dass sie zu wenig bekommen.

ACHTUNG: Diese Wahrungszulage hat nur den Zweck drohende Verluste aus der Besoldungsreform 2015 auszugleichen. Sie gleicht jedoch nicht die Differenz der erfolgten Zurückstufung aus!

Somit muss man zur Berechnung der Wahrungszulage immer die Differenz zu den alten Staffelgehältern heranziehen.

Beispiel Wahrungszulage 2016

Die AUF/FEG hatte im Vorjahr darauf hingewiesen, dass es ohne Miterhöhung der alten Gehälter (=Überleitungsbeträge) zu Verlusten kommt, wofür wir anfangs von der GöD verspottet wurden. Tatsächlich würde ein Kollege, der nun im Jänner in Stufe 16 statt wie ursprünglich in Stufe 17 (im alten System) vorgerückt ist, nur eine Wahrungszulage in Höhe von € 11,20.- erhalten. Er hätte somit im Unterschied zu unserem Beispielfall allein beim Grundgehalt einen jährlichen Verlust von € 467,74.-!

Unsere Kritik wurde dann doch als richtig erkannt und es wurde im Dezember noch eilends eine Gesetzesänderung beschlossen:

Besoldungsreform Gesetz

In Bezug auf die Funktionszulagenstufen tritt keine Änderung ein. Die Vorrückung in die nächste Funktionsstufe (1-4) erfolgt zu jenem Zeitpunkt, wie er vor der Besoldungsreform vorgesehen war.

Euer AUF/FEG Team

Author: AUF OOE Polizei

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