2.000 Ausbildungsplanstellen: Na und..

2.000 Ausbildungsplanstellen und keiner merkt was!

Bei den Dienststellenbesuchen werden wir nach wie vor von der Kollegenschaft auf das drückende und sogar noch ansteigende Personalproblem hingewiesen. Nicht selten hören wir da folgende Aussage:
“Was nutzen uns Ausbildungsplanstellen, von denen wir auf der Dienststelle nichts spüren?”

Dazu möchten wir euch die Hintergründe dieser in Bezug auf die Grundausbildung zur Verfügung gestellten Planstellen erläutern:

Pro Jahr werden im kommenden Jahrzehnt durchschnittlich 1.000 PolizistInnen ihre Dienstwaffe für immer abgeben und in Pension gehen.
Allein um diesen Abgang zu kompensieren, braucht man also bei einer zweijährigen Ausbildungszeit mindestens 2.000 AspirantInnen.
In den letzten Jahren konnte jedoch nicht einmal dieses Mindesterfordernis erfüllt werden, weil erst dann eine Aufnahme machbar war, wenn die “Planstelle” frei war.

1. Faktum:

Bis 2017 hat es das SPÖ-geführte Bundeskanzleramt (die letzten 11 Jahre zuständig für die Planstellendotierung) verabsäumt, dem BM.I mehr Planstellen zu bewilligen, um dem vorhersehbaren PERSONALSCHWUND entgegen wirken zu können.

Anmerkung: Es ist schon mehr als merkwürdig, wenn gerade die FSG Funktionäre heute der türkis-blauen Regierung ein Totalversagen bei der Personalpolitik in der Polizei vorwerfen.

 

2. Faktum:

Seit 2018 ist nun das FPÖ-geführte BMÖDS unter Vizekanzler und Beamtenminister H.C Strache für die Planstellendotierung zuständig und wurden dem BM.I – zusätzlich zu 2.100 normalen Planstellen – auch 2.000 Ausbildungsplanstellen zugewiesen.

 

Was bedeutet das?

– Bereits heuer wurde die Zahl der in Grundausbildung stehenden Bediensteten um 1.000 gesteigert, was sich bereits ab der zweiten Jahreshälfte 2019 positiv bemerkbar machen wird.
– Diese Steigerung kann auch in den nächsten Jahren aufrecht erhalten werden und werden in Zukunft mehr als die Hälfte aller AspirantInnen nur dank dieser Ausbildungsplanstellen in den Bildungszentren sitzen.
– Erstmals seit Jahrzehnten wird es somit beginnend ab 2020 möglich sein, nicht nur die Pensionsabgänge und Austritte auszugleichen, sondern auch eine Personalreserve zu schaffen, die etwa für mutterschaftsbedingte Fehlstände zur Verfügung stehen wird.

Besonders der letzte Punkt ist aus unserer Sicht von enormer Bedeutung, um die vielfach propagierte Vereinbarkeit von Familie und Beruf wirklich mit Leben erfüllen zu können.
Denn leider sind heute junge Mütter in der Exekutive (dank der Versäumnisse des Bundeskanzleramts im letzten Jahrzehnt) immer öfter Vorbehalten, ja teilweise geradezu einer spürbaren Ablehnung ausgesetzt (oft gehörte Aussage: Wenn die Kollegin schwanger wird, gibt es keinen Ersatz!)

Unsere Antwort zur Frage der Sinnhaftigkeit von Ausbildungsplanstellen lautet daher wie folgt:

Diese 2.000 Ausbildungsplanstellen mögen jetzt noch nicht auf den Dienststellen spürbar sein, sie sind aber die unabdingbare Voraussetzung dafür, dass dass brennende Personalproblem in der Exekutive endlich und zeitnah einer Lösung zugeführt werden kann!

Euer Team der AUF/FEG

Author: AUF OOE FA 2

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