Berechtigte Kritik!

Nach der letzten bundesweiten Aussendung der AUF/FEG Ende Mai gab es zahlreiche, sehr offene Rückmeldungen mit teilweise auch berechtigter Kritik aus der Kollegenschaft, wo wir auf gewisse Fehlentwicklungen hingewiesen wurden. Wir nehmen diese Kritik gerne auf, weil man als Personalvertretung nur zusammen mit der Kollegenschaft etwas erreichen kann.

Stellvertretend haben wir ein Mail herausgegriffen und möchten euch auch unsere Antwort dazu zur Kenntnis bringen.

Von den ganzen ach so tollen Verbesserungen ist nicht viel zu erkennen.. die Kollegen/innen auf den PI´s wurden bis dato noch kaum mit den neuen Schutzwesten ausgerüstet, die neuen STG wurden auch noch nicht ausgefolgt, von der Munition brauchen wir schon gar nicht sprechen…. Es gibt so viele Einsparungen wie noch nie Thema keine ÜD mehr usw… Aber zum Glück wurde eine Reiterstaffel installiert…..(Mail eines Kollegen)

Unsere Antwort

Geschätzter Kollege…!
Zunächst möchten wir uns für deine offenen Worte bedanken. Berechtigte Kritik direkt von der Basis ist für uns eine der wichtigsten Voraussetzungen, um gute Personalvertretungsarbeit leisten zu können.
Wir stimmen dir zu, dass es etwa bei den Schutzwesten unnötige Verzögerungen gibt, was teilweise an Produktionsproblemen bei der Herstellerfirma liegt, aber auch der Tatsache geschuldet ist, dass die zuständige Stelle der LPD bei der Auslieferung der Westen eine für uns nicht nachvollziehbare Vorgangsweise gewählt hat. Dass etwa vorrangig PolizeischülerInnen beteilt wurden, ist nicht im Interesse des BM.I und der Personalvertretung gelegen. Allgemein scheint es so zu sein, dass gewisse Vorgaben der Führungsspitze offenbar nicht so umgesetzt wurden, wie dies beabsichtigt war. Damit sind wir auch schon bei der von dir angesprochenen Thematik der Überstundeneinsparung. Ja, es stimmt, dass es vom BM.I eine Vorgabe zur Reduktion der Überstundenkontingente für das 1. Halbjahr 2019 gibt. Man hatte diese Kürzung auf Grundlage des Entfalls gewisser außerordentlicher Umstände (Eu-Ratspräsidentschaft, Rad WM) sowie eines leichten Anstiegs beim verfügbaren Personal für richtig erachtet. Wie sich jedoch nun in der Praxis gezeigt hat, hat diese Vorgabe entgegen der Erwartungen des BM.I auch spürbar auf die Basis durchgeschlagen. Dies liegt auch daran, dass hier leider nicht vorrangig in den Bereichen gespart wurde, wo dies eigentlich beabsichtigt war. Wir haben daher bereits in direkten Gesprächen mit dem BM.I auf diese Fehlentwicklung hingewiesen und die Zusage erhalten, dass die Reduktion teilweise zurückgenommen werden soll. Die Neukontingentierung der Überstundenpunkte für das 2. Halbjahr war bereits in Arbeit und wird hoffentlich von der neuen Führung im BM.I übernommen. Die von dir angeführte Pferdepolizei ist dabei aber kein wesentlicher Faktor, da die Kosten dafür lediglich € 400.000.- betragen, wovon noch € 200.000.- an Eu-Förderung abzuziehen sind. Im Vergleich dazu reden wir bei den Kosten für Mehrdienstleistungen von mehr als € 300 Mio. Aber natürlich kann man über die Sinnhaftigkeit einer Pferdepolizei unterschiedlicher Meinung sein. Jedenfalls hat sie sich aber in jenen europäischen Ländern, wo es sie bereits gibt, bestens bewährt und plant etwa die bayrische Polizei nun eine Aufstockung von 40 auf 100 Pferde.
Abschließend möchten wir festhalten, dass wir alle natürlich nicht fehlerfrei sind und in den letzten eineinhalb Jahren viel dazugelernt haben. Wir waren und sind aber ehrlich bemüht, dringend notwendige Verbesserungen auf den Weg zu bringen und der Polizei wieder den Stellenwert in Politik und Gesellschaft zu geben, der ihr zusteht.
Mit kollegialen Grüßen. Team der AUF/FEG

Author: AUF OOE FA 2

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