GÖD/ÖGB: Gewerkschaft oder Konzern?

Interessensvertretung im Sinne der Mitglieder oder des ÖGB-Konzerns?

Der österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) scheint, wenn man sich den jährlichen Bilanzbericht für 2017 ansieht, vordergründig mehr ein Konzern als eine Gewerkschaft zu sein. So werden unter den Aktiva des ÖGB, der aus 7 Teilgewerkschaften – darunter auch der GÖD besteht, auszugsweise etwa folgende Posten ausgewiesen:

  • Beteiligungen
  • Anlagevermögen (Wertpapiere)
  • Forderungen gegenüber vom Verein (=ÖGB) beherrschten Unternehmen
  • Vermögensgegenstände uam.

 

Insgesamt ergibt die Summe der Aktiva einen Betrag von knapp einer halben Milliarde Euro!

Wofür wird das Geld beim ÖGB hauptsächlich und wofür kaum verwendet?

Auch wenn die Zahlen so manche Frage offen lassen, stehen folgende Punkte zweifelsfrei fest:

Gut die Hälfte des Geldes (47,4%), das an Mitgliedsbeiträgen hereinkommt (€ 233,1 Mio), wird für den Personalaufwand benötigt (Löhne, Gehälter, Abfertigung uam.).
Weitere € 96 Mio (41,2%) werden für “übrige” betriebliche Aufwendungen ausgegeben. Womit ua. wohl beispielsweise Seminare, Tagungen und ähnliche Veranstaltungen gemeint sein dürften.

Deutlich geringer sind im Vergleich dazu die Aufwendungen für die Mitglieder:

Die viel umworbenen Direktleistungen (Familienunterstützung, Katstrophenhilfe, Bildungsbeitrag etc.) machen mit  ca. 10 Mio gar nur 4,3% der Mitgliedsbeiträge aus. In Summe beträgt der Gesamtaufwand inklusive Materialkosten für die Mitglieder mit € 24,6 Mio nur etwas mehr als 10%!

Diese Zahlen legen also den Verdacht nahe, dass es sich hier eher um einen “gewerkschaftlich” strukturierten Konzern denn um eine Interessensvertretung handelt.

Mitgliedsbeiträge bei der FEG/FGÖ gehen zu über 90% an die Mitglieder!

Im Unterschied dazu verkehren sich die Zahlen für Sach- und Personalaufwand im Vergleich zum Aufwand für die Mitglieder bei der FEG/FGÖ genau ins Gegenteil. Bei uns werden deutlich mehr als 90% der Beiträge für Direktleistungen und den Rechtsschutz unserer Mitglieder aufgewendet. Da Funktionäre der FEG/FGÖ zudem kein Gehalt, keine Pension und keine Abfertigung erhalten und rein ehrenamtlich tätig sind, können wir bei praktisch gleichwertiger Leistung die Mitgliedsbeiträge wesentlich niedriger halten!

FAZIT: Bei der FEG/FGÖ werden die Mitgliedsbeiträge für die Mitglieder verwendet und nicht zur Finanzierung eines Konzerns!

Hier noch die genauen Zahlen zum Nachlesen: Satellite
Anm.: Die Zahlen wurden gerundet und beziehen sich auf das Jahr 2017

Euer AUF/FEG Team

Author: AUF OOE FA 2

Share This Post On