POLIZEI: Parkinson lässt grüßen!

Der britische Soziologe C. Northcote Parkinson veröffentlichte bereits 1955 das Gesetz zum „Bürokratiewachstum“, welches frei übersetzt Folgendes besagt:

„Egal, wie viel Ressourcen man der Verwaltung zur Verfügung stellt, es wird ihr immer gelingen, sie zu verbrauchen!”

Als Hauptgrund für diese Tatsache nennt Parkinson zwei Punkte, die praktisch überall auf der Welt Gültigkeit haben:

  1. Jeder führende Angestellte ist bestrebt, die Zahl seiner Mitarbeiter (Untergebenen) – nicht jedoch die Zahl seiner Konkurrenten – zu vergrößern.
  2. Mehr Angestellte schaffen sich sodann gegenseitig wieder mehr Arbeit.

Anhand von praktischen Beispielen in der britischen Verwaltung konnte er sogar mathematisch nachweisen, dass Angestellte (sobald sie eine entsprechende Position erreicht haben) im Streben nach Beförderung immer mehr Untergebene einstellen. Ohne Zunahme der tatsächlichen Arbeitsmenge resultiert demnach allein aus dieser Tatsache ein „erforderlicher“ Personalzuwachs von bis zu 6,6%! Selbst bei einem völligen Entfall der Kernaufgaben in der Verwaltung würde diese nicht schrumpfen.

Wer also in der Polizei glaubt, dass man durch die Schaffung von „neuen Abteilungen und Einheiten“ (z.B. Controllingstellen, Abteilungen zur statistischen Erfassung von Kennzahlen etc.) insgesamt den Arbeitsaufwand verringert oder womöglich die Basis entlasten könnte, der irrt gewaltig. Da dadurch nämlich der Verwaltungsaufwand steigt und das dafür notwendige zusätzliche Personal gleichzeitig von der Basis abgezogen wird, ist klarerweise genau das Gegenteil der Fall.

Anmerkung: Wir möchten uns an dieser Stelle bei jener Führungskraft bedanken, die uns auf diese interessante Gesetzmäßigkeit aufmerksam gemacht hat. Sie spiegelt eigentlich genau das „Bauchgefühl“ wieder, dass jedenfalls in der Basis vorherrscht.

Euer Team der AUF/FEG

Author: AUF OOE FA 2

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