URLAUBSSPERRE: Muss das sein?

Urlaubsbeschränkungen oder sogar generelle Urlaubssperren als letztes Mittel!

Wenn heuer im Juli und September manche Liegestühle leer bleiben, mag das auch an einer Urlaubssperre bei der Polizei liegen.

Die mit 18. Jänner vom BM.I verfügte Urlaubsbeschränkung auf eine 15%-Quote (01. bis 22. Juli 2018) bzw. die generelle Urlaubssperre (17. September bis 01. Oktober 2018) hat naturgemäß bei vielen Bediensteten großen Unmut hervorgerufen. Immerhin fallen diese Termine in einen Zeitraum wo eben viele Kolleginnen und Kollegen ihren wohlverdienten Urlaub genießen wollten und diesen teilweise sogar schon eingeplant hatten. Dass das BM.I wieder einmal zu dieser Maßnahme greift, mag zwar angesichts der Personalsituation und der besonderen Umstände nachvollziehbar sein, ist aber dennoch aus unserer Sicht keine Selbstverständlichkeit, weil es nur ein letztes Mittel – wenn keine anderen Maßnahmen mehr möglich und ausreichend sind – sein kann.

Verhandlungen mit BM.I brachten immerhin Teilerfolg!

Deshalb war es aus Sicht der Personalvertretung auch geboten, hier in Verhandlungen mit dem Dienstgeber eine “halbwegs” akzeptable Lösung zu finden, zumal ursprünglich beabsichtigt war, diese Urlaubsbeschränkungen/sperren noch weitergehend (etwa für den gesamten September) anzuordnen. Die nun erzielte Lösung ist daher als Kompromiss zu werten, dem der Zentralausschuss letztlich auf Grund der anstehenden Herausforderungen in den betreffenden Zeiten auch unter Berücksichtigung seiner gesetzlichen Verpflichtung zugestimmt hat. Es war leider anderenfalls eine nicht vertretbare Überbeanspruchung der nicht im Urlaub befindlichen Bediensteten zu befürchten.

Zustimmung zu Urlaubsbeschränkungen nimmt Dienstgeber in die Pflicht!

Wenn jetzt jedoch manche Führungskräfte glauben, sie könnten im Gegenzug während dieser Zeiten Seminare, diverse Schulungen uam. durchführen, ist hier eine klare Absage zu erteilen. Es kann einfach nicht sein, dass ein Kommandant, einem Bediensteten ohne Berücksichtigung seiner persönlichen Verhältnisse einen Urlaub ablehnen muss und ihn danach genau während dieser Zeit auf ein Seminar schicken muss!

Die AUF/FEG hat daher einen Antrag im Fachausschuss gestellt, um diese Vorgangsweise in jedem Fall zu verhindern. Denn wenn schon eine Urlaubssperre “sein muss”, dann kann sicher kein Seminar in dieser Zeit stattfinden, das zu jeder anderen Zeit auch abgehalten werden könnte.

Siehe unseren Antrag: Antrag – Seminare während Urlaubssperre

 

Euer Team der AUF/FEG

 

 

Author: AUF OOE FA 2

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